NEWS

Analysten der Bank of America schätzen das potentielle Umsatzvolumen für Blockchain-Anwendungen auf bis zu sieben Milliarden US-Dollar pro Jahr. Besonders etablierte Tech-Unternehmen könnten nach Ansicht der Bank of America zu den Profiteuren der Blockchain-Technologien gehören.

Blockchain: Experten-Analyse erwartet Milliarden-Umsätze

Bisher hielten sich die Experten der Bank of America mit Einschätzungen zum Blockchain-Markt weitestgehend zurück. Einem CNBC-Bericht zufolge, attestieren die Analysten der Zukunftstechnologie nun allerdings ein beachtliches Marktvolumen. Umsätze in Höhe von bis zu sieben Milliarden US-Dollar könnten durch den Einsatz von Blockchain-Technologien generiert werden. Um die vermutlich üppigen Gewinne jedoch heben zu können, sei die Weiterentwicklung bisheriger Software-as-a-Service-Modelle hin zu Blockchain-as-a-Service nötig, resümieren die US-amerikanischen Analysten. Vor allem die etablierten Größen im Tech-Sektor sollen, laut ihrer Einschätzung, vom Milliarden-Geschäft profitieren können. Als besonders aussichtsreich schätzen die Experten der Bank of America die Chancen unter anderem von IBM, Microsoft und Amazon ein.

IBM vs. Alibaba – Wettlauf bei Patentanträgen

Begründet wird diese Annahme auch durch das Engagement in der Weiterentwicklung von Blockchain-Technologien. Doch auch außerhalb der USA setzen Technologiekonzerne auf den Wachstumsmarkt. Unter anderem aus China droht den US-Größen ernstzunehmende Gefahr. Mit Alibaba bewegt sich ein weiterer Tech-Riese im Zukunftsmarkt Blockchain und Distributed Ledger Technologien. Unter anderem zwischen IBM und Alibaba zeichnet sich ein Wettlauf um die Technologie-Führerschaft ab.

IBM konnte bereits die australische Regierung als starken Partner gewinnen. Künftig unterstützt IBM die Regierenden in Down Under bei der Verbesserung der Sicherheit, aber auch bei der Automatisierung von Verwaltungsaufgaben in verschiedenen Bereichen der Regierungsarbeit. Währenddessen erhielt Alibaba kürzlich ein Patent rund um ein Verfahren zum Eingreifen in Smart Contracts. Auf diese Weise könnten Transaktionen, die für illegale Zwecke nutzen würden, unterbunden werden. Möglich wäre dieses Eingreifen durch die administrative Überwachung einzelner Blockchain-Netzwerke durch staatliche oder anderweitig institutionelle Akteure.

Fernab dieses Wettlaufs um die zukunftsträchtige Technologie-Führerschaft bescheinigte jüngst auch der Chef der Weltbank, Jim Yong Kim, den Distributed Ledger Technologien ein enormes Potential. Während des World Bank Meetings sowie im Zuge des International Monetary Meetings erklärte Jim Yong Kim, dass auch die Weltbank künftig einen Fokus auf diese Zukunftstechnologien legen muss. Durch sie könnten innovative Geschäftsmodelle ermöglicht, aber auch die Armut bekämpft werden. Gleichzeitig sieht der Weltbank-Chef aber auch Einsatzchancen im Kampf gegen Korruption und Ressourcen-Verschwendung.

Teilen