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Wähernd knapp ein Viertel der deutschen Startups noch den Einsatz von Blockchain-Technologien plant, setzen bereits 6 Prozent auf ihrer Anwendung. In etablierten Unternehmen kommt die Zukunftstechnologie jedoch bisher kaum zum Einsatz, obwohl mehr als jedes zweite Unternehmen in der Blockchain ein wichtiges Instrument für die künftige deutsche Wettbewerbsfähigkeit sieht.

Jedes dritte Startup an Blockchain-Einsatz interessiert

Eine Umfrage unter deutschen Startups zeigt ein großes Interesse an neuen Blockchain-Technologien. So beschäftigt sich jedes dritte Startup in Deutschland sich mit der Blockchain. Während knapp ein Viertel noch den Einsatz von Blockchain-Anwendungen diskutiert oder bereits ihre Einführung plant, wird die Technologie schon in 6 Prozent der befragten Startups eingesetzt. Die Anwendungsbereiche gehen dabei weit über den FinTech-Sektor hinaus. Auch das Management smarter Lieferketten oder das Zustandekommen sowie die Verwaltung von Smart Contracts sorgen dafür, dass die Blockchain in nahezu jedem Wirtschaftszweig eingesetzt werden könnte. Bitkom-Präsident Achim Berg kommentiert diese Entwicklung mit den Worten: „Die Blockchain hat das Potenzial, fast jede Branche fundamental zu verändern. Der dezentrale, sichere Ansatz führt dazu, dass wir zum Beispiel bei Finanztransaktionen ebenso wenig wie beim Vertragsabschluss eine zentrale Vertrauensinstanz brauchen – das stellt Banken ebenso wie Notare in Zukunft vor große Herausforderungen.“

Auch etablierte Unternehmen sehen Chancen

Für die Studie wurden neben über 300 Startups ebenfalls die Geschäftsführer und Vorstände von mehr als 600 Unternehmen, deren Belegschaft 20 Angestellte übersteigt, telefonisch nach ihrer Meinung zur Blockchain-Technologie befragt. Dabei gaben beinahe zwei Drittel der deutschen Startups an, dass sie der Technologie eine große Bedeutung für die künftige deutsche Wettbewerbsfähigkeit beimessen. Diese Einschätzung teilen sie mit knapp jedem zweiten befragten etablierten Unternehmen in Deutschland. Trotz dieser Einschätzung werden Blockchain- und Distributed Ledger-Technologien in größeren Betrieben bisher nahezu nirgends eingesetzt. Gerade einmal 6% planen oder diskutieren die Nutzung der neuen digitalen Werkzeuge.
Welche Chancen die Blockchain auch für Global Player bietet, zeigte kürzlich der US-amerikanische Lebensmittel-Riese Walmart. Mit der Hilfe einer, in Kooperation mit IBM entwickelten, Blockchain konnten Lieferketten im Konzern transparenter und schneller nachverfolgt werden. Statt einiger Tage war es durch den Blockchain-Einsatz möglich, die Lieferwege der verkauften Mangos bis ihrem Ursprung binnen weniger Sekunden nachzuvollziehen. Durch das Pilotprojekt zeigen IBM und Walmart, welche Chancen die Blockchain auch für weltweit agierenden Unternehmen bieten kann.

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